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Braune Suppe im Kopf, Iphone-Schrott, Trüffelpommes …..

Nebenan bei blogg.de haben wir mal eine Umfrage gemacht was die meisten Blogger an der Bloggerei stört. Einer der Punkte ist zuwenig Zeit gewesen ein anderer ist zuwenig Ideen für gute Blogbeiträge.

Mein Problem ist definitiv zu wenig Zeit bei zuviel Ideen für Texte. Ein Beispiel ist der schon lange angekündigte Text zum Thema Apple und warum ich keine Lust mehr auf deren Produkte habe, dann würde ich gerne etwas zur Veränderung in der Mediawelt schreiben. Ich arbeite für aumago.com, einer wahnsinnig spannenden Firma aus Berlin, hierzu gäbe es eine Menge zu schreiben, bzw. zu dem Markt in dem wir uns bewegen. Dann dazu Berlin, eine fantastische Stadt, natürlich nicht so großartig wie Frankfurt, und auch noch langsamer wachsend als Mainhatten.

Alleine zu Berlin könnte ich eine Menge schreiben, dann aber auch noch jede Menge über die Weine die ich unlängst in Berlin trinken konnte.

Dazu kommen viele Gedanken und Meinungen über die Bloggerei, über den Markt des Native Advertising und wie sich hier für viele Blogger neue Möglichkeiten zur Monetarisierung ihres Blogs ergeben können, ohne sich „melken“ zu lassen. Alleine die Tatsache wie manche Blogger Agenturen sehen und wie manche Agenturleute Blogger sehen könnte ein eigenes Blogformat werden. Eine einzigartige Aufreihung von Missverständnissen und Vorurteilen wartet auf einen aufklärenden Artikel.

kinder_brunnenMeine Heimatstadt hätte auch einmal wieder ein paar mehr Zeilen verdient, alleine schon deswegen, weil sie meine Stadt ist, und inmitten von Bänkern kleine Kinder sich an den Brunnen kühlen können und dies in der Coolness stattfindet die sonst immer den Berlinern zugeschrieben wird.

Fotos hätte ich auch noch eine ganze Menge, bearbeiten müsste ich sie nur einmal und dann irgendwie auch noch in den Networks streuen. Dazu kommen diese ganzen neuen Sachen wie Snapchat & Co. Ich packe es ja nicht einmal meinen flickr-account zu pflegen, wobei das soll ja extrem old-school sein. ich müsste mehr auf Instagram aktiv sein und bei Pintrest Manschettenknöpfe posten.

trueffel_pommesÜber den Sommer gäbe es auch viel zu sagen, wobei sich dies gut mit dem Thema Wein und Grillen verbinden lassen würde, vielleicht ein erster Ansatz mal wieder ein Weinbild zu posten und eine Grillempfehlung auszusprechen, wobei mir dies gerade leicht fällt, denn ich hatte vor ein paar Tagen Trüffelpommes in der Sylter Sansibar, am Rande erwähnt in Anwesenheit von Schäuble, Klopp und Kerner. Die Trüffelpommes sind total geiler dekadenter Scheiß und sie braucht kein Mensch, kosten übrigens 9 Euro und sind leider lecker (ach-so hatte ich schon erwähnt, quasi doppelte Inhalte).

Ich könnte natürlich mal versuchen mich zu ordnen und noch ein paar Worte zu meiner Apple-kritischen-Haltung verlieren, aber ist das ok, wenn ich auch eigentlich was über meinen Hass auf die Deutschen aufschreiben möchte die gerade gegen Flüchtlinge hetzen. Flüchtlinge vs. Apple? Boah, wenn ich mich jetzt für Apple entscheide, dann bin ich politisch ziemlich unkorrekt.

Gut, erst ein paar politische Worte: Wer als Deutscher in seinem Hirn nur noch braune Suppe vorfindet, der kann sich den Weg zum Arzt sparen. Am besten einfach auf eine schöne deutsche Wiese legen, sich von der Sonne braun färben lassen und das Hirn austrocknen lassen und die Atmung einstellen. Danke! Sie haben dem Rest ihrer Landsleute einen großen Dienst erweisen.

Jetzt zu Apple: Der Konzern aus den USA mit der verlängerten Werkbank im kommunistischen China, hat es bisher ganz gut verstanden uns seine Lifestyleprodukte zu überteuerten Preisen in seinen Verkaufskathedralen anzupreisen und so wie ersten Christen sich für ihren Gott von den Löwen haben fressen lassen, so sind die Jünger des Apfels bereit über jede Unzulänglichkeit ihrer Gottheit und ihrer Produkte hinwegzusehen. Jünger die Zweifel haben werden aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und mit Samsung-Geräten bestraft. Ernsthaft, der technische Lifestylekonzern hat bei mir ziemlich, ich zitiere meine Großmutter, Verschissen, bis in die Steinzeit und zurück!

Als Besitzer eines iphone durfte ich nun mehrfach die Erfahrung machen, dass die Technikbude mit kommunistischen Arbeiterblut an seinen Umsätzen auch nur normalen Murks herstellt. Defekte Ladeeinheiten sind dabei offenbar ein Standardfehler, zumindest ist dies mein Eindruck nach mehreren Besuchen in einer der Apfelkathedralen. Dort wird dann auf verkürzte Garantiezeit und die Möglichkeit eines Austausches hingewiesen. Clever! Erst kaputte Produkte verkaufen, dann die Garantiezeit kappen und am Ende einen überteuerten kostenpflichtigen Austausch anbieten. Nein Danke! Ist ja wie mit der Meinungsfreiheit in China, die gibt es auch nicht umsonst, sondern nur gegen ein paar Jahre Knast.

Während ich bei der katholischen Kirche dazu neige über deren Fehler, auch wegen der Unfehlbarkeit, hinwegzusehen, kann ich das bei Apple nicht. Deren Hilfspriester im Apfelkostüm sind mir zu dogmatisch und glauben offenbar stärker als viele Christen an die Jungfräulichkeit Mariens an die Unkaputtbarkeit ihrer Computer mit Telefoniekomponente. Diese Haltung führte neulich zum Bruch mit der Glaubensgemeinschaft des Apfels. Arrogantes Personal, übertriebene kostenpflichtige Zusatzpakete ohne wirklichen Nutzen und ein Servicegedanke wie es ihn bei vielen Ämtern, dafür bei städtischen Sparkassen, schon lange nicht mehr gibt, sind die Saat auf der bald die Martin Luthers der Techgeneration ihre Thesen an die Glastüren des Apfels „hämmern“ werden.

Am Erfolg des iphones sind natürlich auch deren Kommunikationsprofis schuld, was mich direkt und ohne über Los zu gehen auf das Sommerlochthema meiner Branche bringt: Agencybashing, vor allem Mediaagencybashing.

Klar, logisch es darf mal hinterfragt werden wie Mediaagenturen ihr Geld verdienen, und ob Kickbacks dazu beitragen eine Entscheidung noch neutral zu treffen. Es darf und sollte aber auch mal nachgefragt werden ob die Kunden in ihren Vergütungsvorstellungen nicht einen Knick in der Optik haben. Vielleicht müssen sie aufhören Mediaeinkauf von den gleichen Controllern und Einkäufern bewerten zu lassen die auch Schrottbauteile für Smartphones aus chinesischen Fabriken für ein Premiumprodukt halten, weil es ihnen ein nett grinsender Vertreter von Schrott Inc. so verkauft.

Dazu kommen neuerdings Aussagen von ehemaligen Branchenlichtgestalten wie Thomas Koch über digitale Produkte wie Programmatic Buying die manchen Kunden glauben lassen, dass es sich hier alles um Teufelszeug handelt. Internet ist Teufelszeug, ist alleine daran zu erkennen, weil uns alle zwei Klicks irgendjemand auf eine Tittenwebseite lotsen möchte, auch wenn erst einmal nur Dating drübersteht. Nur Herr Koch sollte mal aufhören eine neue Möglichkeit Mediaabläufe im digitalen Bereich effizienter und schneller zu gestalten als „böse und betrügerisch“ zu bezeichnen, nur weil er offenbar noch nicht richtig verstanden hat was damit alles möglich ist, wenn es transparent und ehrlich abwickelt. Wer als Dienstleister RTB/RTA als closed shop anbietet und in seine Verträge die Möglichkeit zum Audit ausschließt, sollte sich nicht wundern, wenn das eigene Grab schneller geschaufelt ist, als eine Eintagsfliege Lebenszeit hat.

Am Ende werden hoffentlich die ehrlichen Anbieter überleben und beim Leichenschmaus einen guten Wein trinken können. Sollte es noch so heiß bleiben, dann würde ich einen Dieter Meier Malbec Rosé 2014 empfehlen. Eine Rosé so untypisch wie er nur sein kann, mit viel Kraft und Wucht, einer kräftigen Beerennote und dennoch mit einem Hauch von sommerlicher Leichtigkeit im Abgang. Alkoholmäßig ist er allerdings kein Leichtgewicht, also Augen auf beim nachfüllen.

Fotos aus Berlin und noch mehr Wein gibt es dann demnächst wieder!

Bildrechte: Meier, Shutterstock (Titel)